Null Diät

Auf den Punkt gebracht:

Extreme Kurzzeitdiäten sind dafür bekannt, dass du mit ihnen innerhalb weniger Tage bereits große Erfolge erzielen kannst. In einer Woche sollst du mehrere Kilogramm verlieren können. Das klingt fabelhaft. Es funktioniert auch. Allerdings haben solch extremen Formen einer Gewichtsreduktion meist einige Nachteile. Es gibt Risiken, die du beachten solltest. Daher wirst du im folgenden Text alles erfahren, was du über die Nulldiät wissen solltest. Zudem bekommst du noch ein paar Tipps, wie du Risiken minimieren und deinen Erfolg maximieren kannst.

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Was bedeutet die Diät?

 

Die Nulldiät ist eine sehr extreme Art Gewicht zu verlieren.

Daher wird sie oft diskutiert. Es ist möglich dadurch in sehr kurzer Zeit sehr viel Gewicht zu verlieren.

Allerdings ist offensichtlich, dass diese Diät viele Risiken und Gefahren mit sich bringt.

Der Grundgedanke der Nulldiät ist es, dass du keine feste Nahrung zu dir nimmst. Du trinkst lediglich Wasser und Tee. Mindestens drei Liter pro Tag.

Natürlich stellen sich da die Fragen, ob das gesund ist, und ob du damit überhaupt auf lange Sicht Abnehmen kannst? Daher erfährst du im Folgenden mehr über diese extreme Form der Diät.

Der Körper des Menschen ist dafür geschaffen, dass er auch in langen Perioden des Hungers oder der Dürre ohne Nahrung überleben kann.

Das kannst du heute noch in der Welt beobachten, wenn Menschen hungern müssen. Sei es aufgrund von Armut oder Missernten. Der Körper findet einen Weg durchzuhalten. Dabei verliert der Mensch natürlich Gewicht.

Diesen Ansatz fanden einige Ärzte interessant und entwickelten vor ungefähr 50 Jahren darauf aufbauend die Nulldiät. Damals wollten Ernährungsexperten damit übergewichtigen Menschen helfen.

Bei diesen Menschen hatten meist alle anderen Methoden versagt. Diese mussten meist schnell an Gewicht verlieren. Dadurch sollte zum Beispiel andere Krankheiten abgemindert oder vorgebeugt werden.

Zu dieser Zeit war die Diät sogar für längere Zeiträume gedacht. Geplant war oft sogar eine Diätperiode von mehreren Monaten.

Allerdings…

 

Allerdings erkannten die Ärzte schnell, dass es so nicht funktionierte. Zu viele Menschen erlitten Rückfälle und verfielen wieder der zügellosen Nahrungsaufnahme. Andere litten an Fehlfunktionen des Körpers.

Einige Jahre später wurde erneut ein Versuch gestartet, die Nulldiät als Behandlungsmethode einzuführen. Diesmal sollte sie mit Eiweißpräparaten ergänzt werden.

Doch auch diese Form stellte sich als zu extrem heraus und viele Personen litten unter den Nebenwirkungen der Diät. Insbesondere, wenn diese versuchten die Diät ohne professionellen Rat oder Aufsicht auszuprobieren.

Somit verschwand die Idee der extremen Nulldiät für viele Jahre von der Bildfläche. Doch mittlerweile schwören wieder viele Anhänger auf die Nulldiät.

▶  Sie wird manchmal im Fitnessbereich in einer abgewandelten Form eingesetzt.

➡ Dann wird sie meist mit Eiweißprodukten, Vitaminpräparaten, zusätzlichen Mineralstoffen und Sport ergänzt.

Wichtig ist zu erwähnen, dass die Nulldiät dem Fasten zwar ähnlich ist, trotzdem eine ganz andere Herangehensweise aufweist. Das Fasten hat die Ziele den Körper zu entschlacken und zu entgiften.

Der Gewichtsverlust steht nicht im Vordergrund. Vielmehr ein innerer Einklang zwischen Körper und Geist. Feste Nahrung ist bei manchen Formen ebenfalls zu gewissen Uhrzeiten erlaubt. Ansonsten können auch Suppen gegessen werden.

Die Nulldiät ist dagegen nur darauf ausgelegt in kürzester Zeit möglichst viel Gewicht zu verlieren. Du darfst keine festen Nahrungsmittel zu dir nehmen, sondern musst mit Wasser und Tee auskommen.

Ob das gesund ist, tritt dabei in den Hintergrund.

Wie funktioniert die Diät?

Glas Wasser

Bei der Nulldiät darfst du nur Wasser und Tee zu dir nehmen. Am besten drei bis vier Liter am Tag. Der Tee darf dabei kein Zucker enthalten.

Somit nimmst du über einen längeren Zeitraum überhaupt keine Kalorien zu dir. Darauf reagiert dein Körper natürlich. Er schaltet in den Notfallmodus um. Er wird auf Reserven in deinem Körper zurückgreifen, um zu überleben.

Wenn du die Nulldiät durchführst, wird dein Körper mehrere Stadien durchlaufen. Oft bereits nach sehr kurzer Zeit. Du wirst ein starkes Hungergefühl verspüren. Dieses kannst du mit ausreichend Flüssigkeit versuchen zu regulieren.

Warst du 12 bis 36 Stunden enthaltsam, tritt dein Körper in Stadium eins ein. Nun wird er die Fett- und Eiweißverbrennung in deinem Körper initiieren.

Zuerst wird der Körper überschüssige Muskelmasse abbauen. Muskeln bestehen aus Eiweiß und können daher sehr schnell in Energie umgewandelt werden.

Danach wird er mit dem Verbrennen von Fettreserven beginnen.

Nach zwei bis drei Tagen Nulldiät wirst du in Stadium zwei eintreten. Die Reserven deines Körpers sind nun voraussichtlich aufgebraucht.

Dadurch hast du vermutlich einen Mangel an Mineralien, Glukose und Eiweiß. Du wirst einige Symptome bemerken. Vermutlich wirst du müder sein als sonst.

Dein Kopf wird schmerzen und dir wird es schwerfallen dich zu konzentrieren. Zusätzlich wirst du voraussichtlich mit starken Hungerschüben kämpfen.

Stadium vier erreichst du nach vier Tagen. Dein Körper wird den Metabolismus extrem reduzieren. Dadurch wird sich dein Kalorienbedarf sehr verringern.

Der Körper wird versuchen zu sparen und alle Funktionen einzuschränken, sofern dies möglich ist. Dazu gehören meist die Verdauung und komplexe Denkprozesse.

Insbesondere ab jetzt besteht die Gefahr für einen Jo-Jo-Effekt. Dieser reduzierte Metabolismus, wird dein Körper nämlich noch einige Zeit beibehalten, auch wenn du die Diät wieder beendet hast.

Null Diät Video

Die richtige Ernährung

Diese Lebensmittel sind erlaubt

 

Die Liste an Lebensmitteln, die während der Diät gegessen werden dürfen, ist denkbar kurz. Sie ist nämlich nicht vorhanden.

▶ Erlaubt sind lediglich Flüssigkeiten. Dazu gehören Wasser und Tee.

Natürlich kannst du verschiedene Teesorten ausprobieren. So kannst du immerhin etwas Abwechslung in deine Flüssigkeitszufuhr bringen.

Der Tee darf allerdings nicht gesüßt sein. Zucker ist nämlich sehr kalorienreich und ein starker Energielieferant.

Diese Lebensmittel sind verboten

 

Alle festen Lebensmittel sind bei dieser Diät verboten. Auch kalorienreiche Flüssigkeiten sind verboten. Insbesondere Softgetränke bzw. zuckerhaltige Getränke.

Ein Beispiel für deinen Diätplan

Teebeutel

Der Diätplan für deine Nulldiät wird wohl sehr dürftig sein. Trotzdem kannst du im folgenden Beispiel einen Eindruck dafür bekommen, wie dein Diätplan aussehen könnte.

Du kannst natürlich immer wieder die verschiedenen Teesorten wechseln und neue ausprobieren. Somit gibt es wenigstens etwas mehr Abwechslung in deinem Diätplan.

Morgens könntest du zum Beispiel mit einem grünen Tee in den Tag starten. Danach kannst du zwischenzeitlich immer wieder Wasser trinken.

Umso mehr umso besser. Drei bis vier Liter solltest du pro Tag zu dir nehmen. Das reduziert das Hungergefühl. Am Mittag kannst du einen Früchtetee trinken.

Natürlich darfst du deinen Tee nicht mit Zucker süßen. Dann trinkst du wieder Wasser. Abends kannst du einen Kräutertee genießen, der dich vor dem Einschlafen beruhigt.

Diese Vorteile und Risiken gibt es

Sprudelwasser

Eine Nulldiät besitzt einige Vorteile, kann jedoch auch einige Risiken mit sich bringen.

Ein Vorteil dieser Diät ist, dass du in sehr kurzer Zeit sehr viel Gewicht verlieren kannst. Zudem kannst du sie jederzeit durchführen, sofern du ansonsten nicht bereits zu schwer gefordert bist.

Außerdem ist die Diät sehr günstig und du sparst Geld, da du keine Lebensmittel kaufen musst.

Allerdings solltest du auch die Nachteile nicht aus dem Blick verlieren. Du kannst an körperlichen Mangelerscheinungen leiden, da dir wesentliche Nährstoffe fehlen, die dein Körper benötigt.

Dir wird es schwerfallen, dich zu konzentrieren und es kann sein, dass du gereizt sein wirst. Zudem kann es sein, dass dein Kopf schmerzen wird.

Gefährlich wird es, wenn du dich in dieser Stresssituation überlastest. Dann können dein Herz oder andere Organe Fehlfunktionen erleiden.

Das könnte theoretisch sogar zum Tod führen. Daher raten viele Ärzte mittlerweile von der Nulldiät ab.
Außerdem wird sich nicht nur dein Fettdepot verkleinern.

Du wirst auch Muskelmasse verlieren. Zudem besteht bei extremen Diäten immer die Gefahr eines Jo-Jo-Effektes. Dieser tritt meist nach der Diät ein, wenn du wieder normal isst, der Körper sich aber noch im Sparmodus befindet.

Meine Erfahrung

Tee

Ich habe die Diät getestet und ich empfand sie wirklich als sehr extrem. Allerdings hat sie gewirkt. Ich habe rapide Gewicht verloren.

Allerdings haben sich bei mir genauso schnell Mangelerscheinungen gezeigt. Ich kenne mich und wusste bereits vorher, dass es für mich ein Problem sein wird, überhaupt nichts zu essen.

Ich verhalte mich meistens schon nach ein paar Stunden ohne Nahrung gereizt und angriffslustig. Daher war die Diät nicht nur für mich anstrengend.

Auch für meine Umwelt hat sie eine schwere Zeit bedeutet. Insbesondere anderen beim Essen zusehen, empfand ich in dieser Zeit als Qual.

Zudem hatte ich auch das Gefühl, Muskeln abgebaut zu haben und nicht nur Fett. Ich habe mich sehr schwach gefühlt und mir fiel es zeitweise echt schwer mich zu konzentrieren.

Daher habe ich die Diät nach ein paar Tagen abgebrochen, da sie mir zu hart war.

Trotzdem hatte ich Gewicht verloren. Ich habe danach zunächst wieder mit leichter und kalorienarmer aber nährstoffreicher Kost angefangen.

Die Diät ist meiner Meinung nach gut dafür geeignet, sehr schnell Gewicht zu verlieren. Mir war sie allerdings zu anstrengend.

Das kann natürlich auch an meinem Charakter liegen. Immerhin bin ich eine Naschkatze. Trotzdem kann ich jedem nur raten, sich vor dem Start der Diät sich nicht nur die positiven Aspekte vorzustellen, die die Diät mit sich bringt.

Nein, du solltest auch die Schattenseiten nicht aus den Augen verlieren und dich fragen, ob du in der Lage bist, diese zu bewältigen?

6 Tipps wie du die Diät durchhalten kannst

Wasser im Glas

Tipp eins: Versuche Stress zu vermeiden. Dein Körper befindet sich während der Nulldiät bereits in einem extrem gestressten Zustand.

Zusätzlicher physischer wie psychischer Stress wird deinen Körper nur noch stärker belasten. Dadurch könnte es zu körperlichen Problemen kommen oder deine Motivationsblase würde platzen und sich in Luft auflösen.

Tipp zwei: Versuche nicht zu viel nachzudenken. Insbesondere nicht, wenn es darum geht, wie viel du abnehmen könntest.

Versuche einfach nur die Diät durchzuhalten und dann zu schauen, was dabei herausgekommen ist. Denken wird dir ohnehin in dieser Phase der Enthaltsamkeit extrem schwerfallen.

Daher solltest du dir deine Ressourcen gut einteilen. So kannst du geistliche Zustände der Schwäche vermeiden.

Tipp drei: Versuche sehr viel zu trinken. Meistens werden drei bis vier Liter Flüssigkeit pro Tag empfohlen. Du kannst jedoch auch mehr trinken, zum Beispiel fünf bis sechs Liter am Tag.

Dadurch kann es dir gelingen, das Hungergefühl wesentlich erträglicher zu machen.

Tipp vier: Du wirst keine Nährstoffe zu dir nehmen, wenn du nur Wasser und Tee trinkst. Daher solltest du versuchen zusätzlich für eine Zufuhr von Nährstoffen zu sorgen.

Dazu eignen sich beispielsweise hochwertige Vitamin- und Mineralstoffpräparate. Diese kannst du mit der Flüssigkeit zu dir nehmen.

Tipp fünf: Kenne deine Grenzen. Wichtig bei dieser Diät ist, dass du ehrlich zu dir selbst bist. Du musst wissen, wie viel du und dein Körper ertragen könnt.

Wenn du dich überschätzt, kann dies zu Fehlfunktionen deines Körpers führen. Daher bleib ehrlich und kontaktiere rechtzeitig einen Arzt, wenn es dir schlecht geht.

Tipp sechs: Denke an den Jo-Jo-Effekt. Es bringt dir gar nichts, dich durch die absolute Enthaltsamkeit zu quälen, wenn du nach der Diät wieder isst wie zuvor.

Das kann sogar zur Folge haben, dass du noch mehr Gewicht aufbaust, als bisher. Dein Körper wird sich nämlich auch noch nach der Diät in einem extremen Sparmodus befinden.

Daher solltest du nicht direkt wieder anfangen zu essen, wie du es vor der Diät getan hast. Versuche dich nach der Diät ebenfalls kalorienarm aber gesund zu ernähren.

Steigere langsam deine Kalorienzufuhr und treibe Sport. So kann es dir gelingen, dass du vielleicht auch auf lange Sicht dein Wunschgewicht halten kannst.

Fazit

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Du wünschst dir sicherlich in sehr kurzer Zeit einige Pfunde purzeln zu lassen. Allerdings ist bei extremen Methoden auch immer extreme Vorsicht angebracht.

Du kannst mit der Nulldiät sehr schnell sehr viel Gewicht verlieren. Trotzdem birgt diese Diät, wie die meisten harten Kurzzeitdiäten, einige Risiken und Nachteile. Diese solltest du nicht ignorieren.

Dazu zählt vor allem der Jo-Jo-Effekt. Es nützt dir nichts, dich lange Zeit durch Enthaltsamkeit, Schmerzen und Schwäche zu quälen und Risiken auf dich nehmen.

Insbesondere nicht, wenn am Ende eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass du wieder genauso zunehmen wirst, wie du abgenommen hast?

Solltest du dich trotzdem dazu entschließen diese Diät durchzuziehen, dann solltest du dies nicht auf eigene Faust tun. Lasse dich von einem Arzt beraten oder durch die harte Zeit begleiten.

Solltest du nach einer gesünderen Alternative Suchen, kannst du es mit Fasten versuchen. Bei Fasten steht ebenfalls die Enthaltsamkeit im Mittelpunkt.

Allerdings wirst du mit Fasten langsamer abnehmen. Dadurch kannst du vielen Risiken entgegenwirken. Auch die Gefahr eines Jo-Jo-Effekts ist bei Fasten wesentlich geringer. Du stellst dein Essverhalten über einen längeren Zeitraum um.

Null Diät Bewertung:

Schnelligkeit:

Ja
Mittel
Nein

Einfachheit:

Einfach
Mittel
Schwer

Effektivität:

Wenig
Mittel
Sehr

Lebensmittel Auswahl:

Begrenzt
Unbegrenzt

Budget:

Niedrig
Mittel
Hoch